Tipps, Tricks und die häufigsten Fragen zur E-Zigarette

Jeder Dampfer hat irgendwann einmal angefangen mit dem Dampfen. Und jeder hatte damals viele Fragen zum Thema. Das ist auch völlig normal, denn wenn es um die E-Zigarette geht, dann stehen die meisten Einsteiger erst einmal mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf da.

Auch bei uns im Laden dürfen wir jeden tag aufs Neue motivierte Neueinsteiger begrüßen. Und selbst wenn sich viele Fragen jeden Tag wiederholen, wir sind gern bereit diese jeden Tag aufs neue zu beantworten. Ist ja schließlich auch unser Job, und den machen wir gern. 😉

Ich möchte in diesem Beitrag einfach mal die häufigsten Anfängerfragen und deren Antworten auflisten. Vielleicht sind sie dem Ein oder Anderen ja eine kleine Hilfe.

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Die häufigsten Anfänger-Fragen

Können E-Zigaretten explodieren?

Tatsächlich ist dies eine der meistgefragten Fragen unsicherer Neueinsteiger. Hier haben viele Nachrichten-Portale und teilweise auch große Organisationen einen großen Anteil dran. Bei E-Zigaretten handelt es sich um elektronische Geräte mit einem Akku – genau wie bei deinem Smartphone oder Laptop. Es besteht, wie man zum Beispiel bei dem Samsung-Vorfall vor einiger Zeit gesehen hat, bei allen Geräten mit Akku die Gefahr des Ausgasens.

Im Fall der Samsung-Geräte (Galaxy-Note-7) lag ein technischer Defekt vor, welcher dafür sorgte das einige Geräte „explodiert“ sind.

Die meisten E-Zigaretten haben herausnehmbare Akkus, was durchaus dazu führen kann, dass diese bei falscher Handhabung oder Lagerung ausgasen.

Fazit: Die E-Zigarette explodiert nicht häufiger als andere Geräte mit Akku, sondern die Tatsache das man die Akkus entnehmen kann und diese oft Falsch behandelt werden sorgt dafür, dass die Akkus „explodieren“ und nicht die E-Zigarette an sich. Akku-Sicherheit spielt daher eine extrem wichtige Rolle, weshalb ihr euch unbedingt in einem Fachgeschäft beraten lassen solltet.

Wie schädlich sind E-Zigaretten?

Eine der wichtigsten Fragen dreht sich natürlich um die Schädlichkeit von E-Zigaretten. Die letzten Jahre waren übersäht mit teils horromäßigen Meldungen über die E-Zigarette. Hierbei sollte man immer beachten wer schreibt diese Artikel und wie reißerisch sind sie formuliert. Zeitungen und Fernseh-Sender leben von reißerischen überschriften.

Prüft man die Artikel und die angegebenen Quellen, merkt man mit einiger Erfahrung sehr schnell, dass die meisten angeblichen Studien entweder nicht existieren, oder von Organisationen verfasst sind, welche kein Interesse an der Verbreitung von E-Zigaretten haben.

Es gibt Studien für und gegen die E-Zigarette, wo es natürlich auf jeder Seite Gegner und Befürworter gibt. Wir möchten niemanden überzeugen oder gar überreden, sondern nur unsere eigene Erfahrung und die unserer Kunden widergeben.

Eine britische Studie bestätigt der E-Zigarette eine um 95% geringere Schädlichkeit. Dies können wir aufgrund unserer Erfahrungen nur bestätigen, wenn nicht sogar noch höher bewerten.

Wir hören tagtäglich von unseren Kunden wie sich nach einigen Wochen Rauchfreiheit sämtliche Körperwerte verbessern. Es muss also jeder für sich selbst herausfinden. Wir bieten nur an euch dabei zu begleiten.

Fazit: Nichts, was man inhaliert ist unschädlich. Nicht einmal die Luft draußen, vorallem in Großstädten. Wir würden niemals von „Gesund“ oder „Unschädlich“ sprechen. Wir bestehen jedoch auf die Annahme, dass E-Zigaretten sehr viel weniger Schädlich sind als Tabak-Zigaretten.

Welche Inhaltsstoffe hat ein E-Zigaretten Liquid?

In einer normalen Tabak-Zigarette befinden sich nachweisbar mehrere Tausend Inhaltsstoffe, von denen mindestens 300 Krebserregend sind.

In dem Liquid einer E-Zigarette können sich, je nach Zusammensetzung, bis zu 5 Inhaltsstoffe befinden. Das sind:

  • Propylenglykol (PG)
  • Vegetable Glycerin (VG)
  • Wahlweise Nikotin
  • Aroma
  • Destilliertes Wasser (je nach Basisflüssigkeit)

Hierbei handelt es sich um zugelassene E-Stoffe, welche nachweisbar nicht Krebserregend sind. Auch das Nikotin, von welchem eine weitverbreitete negative Meinung herrscht, steht nicht auf der Liste der Krebserregenden Stoffe in Deutschland.

Es stehen also 5 Stoffe in der E-Zigarette, gegenüber einigen Tausenden in der Tabak-Zigarette.

Bitte beachtet: Das Beste ist immer noch, nichts von beidem zu konsumieren. Wir möchten keine Nichtraucher zu Dampfern machen, sondern Rauchern den Umstieg, und somit eine weit weniger schädliche Alternative anbieten.

Wie funktioniert eine E-Zigarette?

Sicherlich eine der interessantesten Fragen, wenn es um E-Zigaretten geht, ist die Frage nach der Funktion eben dieser.

Hier muss man wissen, dass nahezu alle Verdampfer nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Das Herzstück eines jeden Verdampfers ist der sogenannte Coil. Dieser besteht aus einer „Hülse“, in welchem ein Draht aufgewickelt ist. Innerhalb dieses Drahts befindet sich in den meisten Fällen organische Watte.

Der Coil an sich hat seitlich kleine Öffnungen, an denen die Watte deutlich zu erkennen ist. Die sogenannten Liquid-Kanäle. Hierrüber nimmt die Watte das Liquid auf, welches wir in unseren Verdampfer-Tank einfüllen.

Schrauben wir nun unseren Verdampfer auf den Akkuträger, und betätigen den Feuerknopf, glüht der kleine Draht auf und das Liquid in der Watte verdampft. Wir atmen also ein Aerosol ein. Dies sind tausende kleine Wassertröpfchen – ein Dampf also.

Der Akkuträger besteht meist aus einer oder mehreren Akkuzellen, einem Chip, welcher den Strom reguliert und bei höherwertigen Geräten auch einem Display. Desweiteren gibt es mechanische Akkuträger, welche für Anfänger, aufgrund des fehlenden Chips zur regulieren der Stromstärke, auf keinen Fall zu empfehlen ist. Mehr zu mechanischen Akkuträgern findest du weiter unten bei den Fortgeschrittenen-Fragen.

Welches Liquid ist das Beste für meine E-Zigarette?

Bei dieser Frage schweben den meisten Einsteigern große Fragezeichen über dem Kopf. Wählt man das falsche Liquid für seine E-Zigarette, kann es durchaus sein das der „Coil“ verbrennt oder das Liquid einfach ausläuft.

Das Zauberwort lautet Viskosität, also die Zusammensetzung, oder Fließeigenschaft des Liquids.

Maßgeblich für die richtige Wahl des Liquids sind die Liquidöffnungen der Coils. Betreibt man beispielsweise einen iStick Pico mit dem Melo 3 Verdampfer, sollte man es vermeiden stark VG-lastiges Liquid zu wählen. VG hat die Eigenschaft sehr dickflüssig zu sein. Hier kann es zu Nachflussproblemen und somit zum Kokeln kommen. Begünstigt wird dieser Zustand auch im Winter, da Flüssigkeiten bei Kälte noch dickflüssiger werden können.

Besitzt man hingegen einen Verdampfer wie den Melo 300, sieht das ganze schon wieder anders aus. Dieser „schluckt“ dickflüssiges Liquid meist ohne Probleme. Dünnflüssiges Liquid, wie 50/50 oder vielleicht sogar 55/35/10, welches destilliertes Wasser enthält, können bei diesem Verdampfer dazu führen das er ausläuft.

Nun gibt es natürlich viele hunderte Verdampfer. Ein Anhaltspunkt kann immer die „Größe“ der Liquidkanäle sein. Solltet ihr euch unsicher sein, scheut euch nicht erfahrene Dampfer zu fragen, oder den nächstgelegenen E-Zigaretten Shop zu besuchen. Hier sollte man fachlich richtige Auskünfte erhalten.

Fazit:

  • VG sorgt für den Dampf in einer E-Zigarette und ist sehr dickflüssig – geeignet für Verdampfer mit großen Liquidkanälen
  • PG sorgt für den Geschmack und ist eher dünnflüssig – die ausgewogene 50/50 Mischung ist für die meisten Verdampfer am besten
  • Destilliertes Wasser war eher noch vor 3-4 Jahren interessant, um die Liquids dünner zu machen. Die Entwicklung moderner Geräte macht den Einsatz von Wasser kaum mehr notwendig.

Um den Verschleiß eurer Coils also zu verringern, achtet unbedingt darauf welches Liquid ihr benutzt und fragt im Zweifelsfall einfach nach. Nutzt dafür auch gern unser Kontakt-Formular. Schreibt einfach welches Gerät ihr besitzt und wir sagen euch welche Basis am besten geeignet ist.

Warum huste ich beim Dampfen?

Das ist ein wirklich leidiges Thema, was viele Einsteiger schnell wieder abschreckt. Husten beim Dampfen kann durchaus mehrere Gründe haben. Der häufigste Grund für ein Kratzen im Hals und dadurch entstehendes Husten ist die Menge an Nikotin in deinem Liquid.

Früher war es durchaus üblich, seine E-Zigarette mit teilweise 18mg Nikotin und manchmal sogar mehr zu betreiben. Diese Zeiten haben sich mittlerweile sehr stark geändert. Die modernen Geräte benötigen im Normalfall, aufgrund der höheren Dampfentwicklung, einfach nicht mehr so viel Nikotin.

Je stärker ein Verdampfer, desto intensiver bekommt man das Nikotin zu spüren. In unseren Läden empfehlen wir Einsteigern meist folgende Nikotin-Konzentrationen:

  • Bei einem Einsteiger-Gerät, welches man Mund-zu-Lunge, also wie eine Zigarette zieht, reichen im Normalfall 6mg Nikotin aus.
  • Haben wir es mit einem Starkraucher zu tun (mehr als eine Schachtel am Tag) kann man durchaus 12mg probieren.
  • Bei Sub-Ohm Geräten, welche man Direkt-zu-Lunge dampft, reichen im Normalfall 3mg Nikotin aus.
  • In einigen Fällen, sollte das nicht genügend befriedigen, kann man hier auch 6mg ausprobieren.
  • Bei Hochleistungs-Verdampfern, empfiehlt sich eine Nikotin-Stärke von 1,5mg.

Sollte das Husten oder Kratzen durch eine Verminderung der Nikotin-Stärke nicht besser werden, sollte man auf die Zusammensetzung des Liquids achten.

Enthält das Liquid zum Beispiel zuviel Propylenglykol, welches zum kratzen neigt, sollte man VG-lastigeres Liquid wählen.

Auch die Umstellung vom Rauchen zum Dampfen geht meist mit Husten einher in den ersten Wochen. Das liegt meist an der großen Menge Dampf, welche die Lunge nicht gewohnt ist. Hier stellt sich normalerweise nach einiger Zeit eine Verbesserung ein.

Ein weiterer Irrglaube ist die PG- oder VG-unverträglichkeit. Das kann zwar in den wirklich allerseltensten Fällen vorkommen, aber das kommt einmal unter Zehntausenden vor. Dabei muss man wissen, dass Inhaltsstoffe wie PG und VG auch in der Zigarette vorkommen. In der Tabak-Zigarette finden sich allerdings Stoffe, welche das Husten unterdrücken sollen. Wäre eine Unverträglichkeit gegeben, hätte man das bereits sehr viel früher gemerkt.